El aire vacilaba a su alrededor
: Artistas latinoamericanas y sus poéticas del mundo (Die Luft schwankte um sie herum. Lateinamerikanische Künstlerinnen und ihre Poetiken der Welt), die Ausstellung vereint Werke von elf Künstlerinnen aus Argentinien, Peru, Mexiko, Chile und Brasilien, die alle die Beziehung zwischen Körper, Territorium und Landschaft reflektieren. Kuratiert von Sofía Dourron, bietet die Ausstellung eine Reise durch verschiedene visuelle Sprachen und Materialien, die eine gemeinsame Frage aufwerfen: Wie bewohnen wir die Welt und wie repräsentieren wir sie durch eine feminine Linse?

Viele der Werke – einige davon werden zum ersten Mal in Buenos Aires gezeigt – wurden speziell für diese Ausstellung geschaffen, darunter Werke der argentinischen Künstlerinnen Carla Grunauer und Nacha Canvas. Ihre Arbeiten erscheinen neben denen von Gala Berger (Argentinien–Peru), Seba Calfuqueo (Chile), Annabel Castro (Mexiko), Elena Damiani (Peru), Mónica Girón (Argentinien), Mariette Lydis (Österreich–Argentinien), Elena Tejada-Herrera (Peru), Ana Vaz (Brasilien) und Carla Zaccagnini (Argentinien–Brasilien). Zusammen bilden sie eine poetische Karte der zeitgenössischen lateinamerikanischen Kunst, die durch verschiedene Perspektiven, Erinnerungen und Geografien ausgedrückt wird.

Der kuratorische Ansatz beginnt mit einer einfachen, aber tiefgreifenden Idee: Kunst als ein kritisches Werkzeug, um über die Gegenwart nachzudenken und mögliche Zukunftsperspektiven zu imaginieren. „Jede dieser Künstlerinnen eröffnet einen Raum für Reflexion – historisch, umweltbezogen, sozial und territorial – und fragt, wie Kunst die Art und Weise, wie wir die Gegenwart repräsentieren, als Spur einer möglichen Zukunft neu gestalten kann“, erklärt Dourron.

Der Titel der Ausstellung – eine suggestive, fast schwebende Phrase – weist auf etwas Unfassbares hin, das jedoch tief empfunden wird: eine Atmosphäre, die sich verändert, die vibriert, die den Wandel signalisiert. Diese Atmosphäre wird durch eine breite Palette von Materialien vermittelt, von Wachs und Seide bis hin zu natürlichen Pigmenten, Textilien, Video und digitalen Technologien – all dies schafft eine Spannung zwischen Tradition und Innovation.




